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Algunder Waalweg
Waalwege haben nix mit Walen zu tun. Wie denn auch, sie befinden sich in Südtirol und das liegt weit vom Meer entfernt. Nein, wer das Wort Waale noch nie gehört hat, der sei hier aufgeklärt: Immer schon war der Vinschgau die eher trockene Zone im Land. Der Regen erfrischt in sehr unregelmäßigen Abständen Boden und Pflanzen und die Bauern mussten eine Lösung für den damaligen Anbau von Getreide finden, um die Zufuhr von Wasser zu gewährleisten. Vor einigen Jahrhunderten wurde ein Netz von Waalen gebaut, das übrigens heute nur noch als schmucke Dekoration wunderschöner Wanderwege dient. Waale wurden als kleiner Kanal in die Erde gegraben, als Rinnen in Fels gehauen und sogar mit Rinnen aus Holz ergänzt, wo es nötig war. Aus Bächen höhergelegener Täler wurde das Wasser dann an den Feldern entlang geleitet und stand so immer zur Verfügung. Heute erstrecken sich die Waalwege, auf denen man wunderbar lustwandeln kann, in Orten wie Algund, Partschins, Rabland, Schenna und Marling/Tscherms oder im oberen Vinschgau wie Mals, Glurns, Taufers, Schluderns, Prad oder Schlanders u.a..