Lisa, 33 aus Rostock
Ich wollte schon immer sehr früh heiraten und eine Familie gründen. Mir gelang es, diesen Traum zu verwirklichen. Mit gerade 19 Jahren heiratete ich meine damalige Jugendliebe Max. Zu Beginn war unsere Beziehung sehr schwierig und wir hatten viel Streit.
Auch in der Liebe hätte ich es mir oftmals harmonischer und vielseitiger gewünscht. Jedoch schraubte ich meine Wünsche zum Wohl der Ehe zurück und konzentrierte mich, eine gute Frau zu sein. Kein Jahr nach der Hochzeit kam unser erstes Kind zur Welt. Damals war ich überglücklich. Doch als auch unser zweites Kind geboren war, merkte ich, dass ich vielleicht zu früh diesen Schritt gewagt hatte und beneidete meine Freundinnen, die allesamt noch Single waren und sich an den Wochenenden zu Parties und Frauenabenden verabredeten.
Ich hatte zu Hause zu tun und Max unterstützte mich nur geringfügig im Haushalt und bei der Versorgung und Erziehung der beiden Kinder.
Als die Kinder dann eingeschult wurden, wuchs in mir das Gefühl, etwas Wichtiges im Leben versäumt zu haben. Mir wurde klar, dass ich mich zu früh gebunden hatte und jetzt gefangen war. Auch wenn ich Max liebet, fiel es mir schwer ihm nicht böse zu sein, weil er es ja war, der auf eine frühe Heirat gedrängt hatte. Dies wirkte sich auch auf unser Liebesleben aus und ich fürchtete schon, er könnte mich verlassen.
Eines vormittags gelangte ich auf eine Seitensprungagentur im Internet und meldete mich dort an. Bald darauf bekam ich Antwort von einem Seitensprung Rostock Interessierten. Ich wollte das tun, um endlich nicht mehr zurückblicken zu müssen, in dem Glauben eine Chance vertan zu haben. Während mein Mann und die Kinder außer Haus waren, traf ich mich in einem Hotel mit dem Mann, der genau meinen Wünschen entsprach und aus ähnlichen Gründen diesen Schritt wagte. So gelang es mir, mich noch einmal wie ein ungebundenes junges Mädchen zu fühlen.
Seit diesem Tag sind schon einige Monate vergangen und ich bereue e nicht, diese Chance ergriffen zu haben, da ich nun von den vielen Gefühlen der Wut ablassen konnte und mich endlich in meiner Rolle als Mutter und Frau zurechtgefunden habe.