Kunst erobert Raum - vorhandene Räume neu definieren, auf unkonventionelle Art zeitgenössischer Kunst (Spiel-)Raum zu geben und einen neuen Blickwinkel in der Außenwahrnehmung der Städte aufzutun ist Ziel der Ostrale. Und in Chemnitz?
Der OSTRALE-Salon im Experimentellen Karree in Chemnitz widmet sich diesem Thema am Freitag, den 16.10.2009, 20 Uhr, in der Reitbahnlounge, Reitbahnstr.84
Neben Performances und Begegnungen mit Künstlern des Künstlercamps OSTRALE ´09 und des „poem crossing ostrale“, Filmbeiträgen und dem Eintauchen in Klangwelten ist diese Abendveranstaltung aber nicht nur Spiegel der Ausstellung, sondern bietet auch Gelegenheit zur offenen Podiumsdiskussion. Chemnitz – Stadt der Möglichkeiten?
Gast: Andrea Hilger, künstlerische Leiterin der internationalen Kunstausstellung OSTRALE.
Veranstalter: Jugendinitative in.bewegung
FR, 16.10. | 20.00 Uhr
„Kunst erobert Raum“
OSTRALE-Salon mit Andrea Hilger, künstlerische Leiterin der Internationalen Kunstausstellung;
u.a. Dokumentarfilm zur OSTRALE 2009 von Maeva Rodriguez;
Erfahrungsaustausch, Erlebnisberichte und Performance von und mit Künstlern des Künstlercamps und des „poem crossing ostrale“
Für das videofanatische Online-Volk gibt es hier wieder neues Futter: 2 Trailer zur Direktorenvilla, welche eines der Ausstellungsgebäude der OSTRALE'09 gewesen ist.
Beide Videos wurden von Markus Giltjes/bobok produziert. Er hat selber in der Villa ausgestellt, von ihm stammte die Rauminstallation: Hunger - Weltkrieg ohne Wurst.
Das erste Video basiert auf Fotos von Anne & Martin Müller, aufgenommen im Frühjahr 2009, als die Direktorenvilla noch nicht beräumt war. Dazu schreibt bobok: the "direktorenvilla" as an "art-place" during the international festival of contemporary art "ostrale 09" (dresden 14.8.–6.9.2009) will present 39 artists. "k11/ direktorenvilla" tries to "premix" this exhibition. 39 soundfragments - 39 artists... a soundtrack through all this arts.
Das zweite Video ist eine Blitzdokumentation des letzten Ausstellungstages:

"Lichtbogen" (Paul Göschel)
die O'09 ist geschichte. viele tausend menschen kamen, sahen, staunten, hörten, saßen, unterhielten sich, wurden unterhalten... am letzten wochenende wurden unsere kassen noch einmal förmlich überrollt. für uns heißt es nun: kurz durchatmen, und parallel beginnen schon wieder abbau und rücktransporte. als abschlussbild der ostrale soll hier der elektrische sonnenuntergang des lichtbogens von paul göschel stehen!
wir danken allen, allen die mitgeholfen haben, dass die OSTRALE'09 wahr wurde!! und allen besuchern, allen kritikern, allen weitersagern, und allen, die nicht genannt wurden und trotzdem teil des ganzen waren.

sub_faces (edit) from goaj on Vimeo.
Noch eine halbe Woche, dann schließt die OSTRALE'09 ihre Tore. Am letzten Wochenende gibt es noch einmal ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm (OSTRALE.xtra), das wir hier vorstellen möchten:
Eine außergewöhnliche Kunstaktion wird der niederländische Künstler Rob Sweere organisieren. Sein "SilentSKYproject" versammelt an unterschiedlichsten Orten der ganzen Welt Menschen, die dann als Gruppe liegend in eine stille Kommunikation mit dem Himmel treten. Bei jeder dieser Aktionen entsteht ein Foto, so dass die Serie von Aufnahmen immer größer wird - das Projekt läuft bereits seit 2004.
Zwanzig dieser mehrere Quadratmeter großen Arbeiten sind während der OSTRALE'09 zu sehen. Am 6. September, dem Abschlusstag der Ausstellung, wird ein neues Werk hinzu kommen, es entsteht direkt vor Ort im OSTRALE-Zentrum. Über 100 Ausstellungsbesucher haben die Chance, an der Aktion teilzunehmen und so Teil eines weltweiten Projektes zu werden. Das Bild aus der OSTRALE wird dann wie die Vorgängeraufnahmen auf Weltreise gehen, in anderen Ausstellungen zu sehen sein, an anderen Orten, auf anderen Kontinenten. Wer gerne mitmachen möchte, der sollte sich um 14.30 Uhr mit einer Decke oder einem großen Handtuch an der Hauptkasse melden (Sozialtrakt, am Messeparkplatz 2).

Rob Sweere, SilentSKYproject#24, Niteroi, Brasilien
P R O G R A M M
(ausführliche Beschreibungen weiter unten)
FREITAG, 4. September 2009
16, 18, 20: Tonlast // Henry Friedrich (key, git, bass, PC), Thomas Hofmann (git), Arend Zwicker (drums, samples) // Konzert // open air
20: Nebel-Leben // Marcel Leemann, Physical Dance Theater (CH) // Tanz
ab 20: Der Warst // Simon Schäfer // 72-stündige Audio-Visuelle-Performance
21: Stillleben Herr mit Kätzchen // Martin Sommer // Theater // open air
22: du haszt basz? // ARTISAR (Detlef Schweiger, Eric Heyde) // Konzert
23: Tarentatec //
Christian Döpping (git, voc), Johannes Döpping (dr, voc), Patrick Köhler (b, voc), Lars Mäurer (organ), Jonas Reinhardt (voc)
Konzert // open air
ab 23: tanzbar // DJ Spunky & DJ Tiny // Party
SAMSTAG, 5. September 2009
ab 14: Der Warst // Simon Schäfer // 72-stündige Audio-Visuelle-Performance
20: Schlaglicht // Iris Sputh, Michael Vorfeld // Licht-Klang-Peformance
21: DuoDezim // Diethard Krause, Stefan Jaenicke // Konzert mit Cello und Gitarre
22: Nebel-Leben // Marcel Leemann, Physical Dance Theater // Tanz
20-24: Gualaceo //
Eleonora Gehrisch (voc), Georg Wieland Wagner (Vibraphon, Marimba, Piano, voc)
Sina Fehre (Fretless- / Kontrabass, voc), Karla Pfützenreuther (dr) // PERCUSSIONKonzert
ab 23: tanzbar // DJs High:Finesse // Party
SONNTAG, 6. September 2009
11: Frühstückssalon // Brunch im Kunstzentrum & Konzert
ab 12: Der Warst // Simon Schäfer // 72-stündige Audio-Visuelle-Performance
14, 16, 18: Lapanchina // Rolf Dennemann - artscenico // Tanzperformance // open air
Choreographie von Rieke Steierl mit Noriko Melchior, Conny Kepper und Rieke Steierl
14.30: Silent Sky Project // Rob Sweere // Briefing der Teilnehmer
16: Silent Sky Project // Rob Sweere // Performance, Fotoaufnahme vor dem OSTRALE-Zentrum
17: Transformation // Alexandra Wegbahn // Beginn des Abbaus von "Kopfschutz" in der Rinderhalle, anschl. Prozession zum Open Air Gelände
18: Die Rose Jenseits der Straße // Rainer König, Katja Langnäse // Pantomime-Vorstellung
20: Transformation // Alexandra Wegbahn // Verbrennung von "Kopfschutz"
T O N L A S T
TONLAST ist ein experimentelles Soundprojekt aus Dresden, das im eigenen Stage-Truck durch das Land zieht und meist mit weiteren, avantgardistischen Gruppen bei Kunstevents oder Festivals unter freiem Himmel andockt. Ein schwer verdaulicher, zäh angerichteter Noise-Brocken.Stilistisch frei – zwischen, Alternativ-Metal, Hard-Freestyle, Industrial-Jazz und Noise-Core, stark orientiert an improvisatorischen Strukturen. Die Performance ist stilistisch dehnbar und wandelbar je nach Anlass und Stimmung, z.B. über längere Zeiträume durch live präparierte Echtzeit-Signal-Wandler oder z.B. extreme Geräuschschichtungen. Die klassische Instrumentalbesetzung des Metal oder Doom bleiben dabei aber als solide Säulen stehen.
M A R C E L L E E M A N N
Tänzer: Azusa Nishimura, Silvya Rijmer, Ismael Oiartzabal, Marie-Caroline Hominal, Emma Ribbing, Christos Strinopoulos, Mariusz Jedrzejewski, Joshua Monten
Marcel Leemann Physical Dance Theater produziert emotionales und physisch anstrengendes Tanztheater. Leemanns Arbeiten sind unerwartet roh, leidenschaftlich und auch humorvoll. Tanztheater, das herausfordert. Seine Arbeiten beruhen auf strukturierten Improvisationen mit einer klaren Tanztechnik Leemanns. Kollaborationen mit DJs, VJs, Komponisten und Schriftstellern runden die wiedererkennbaren Choreographien ab. Marcel Leemann Physical Dance Theater arbeitet mit einem festen Kern von exzellenten Tänzerinnen und Tänzern.
Der Nebel dämpft auch die akustische Wahrnehmung. Im dichten Nebel entsteht ein anderer Klangraum, beinahe eine Hörspielsituation. Der Nebel ist ein helles Dunkel. In diesem Umfeld werden sich die acht PerformerInnen bewegen. Gemeinsam mit Choreograph, Autor und Musiker begeben sie sich auf die Recherche. Geben Dinge preis, oder nicht, wahrnehmbar oder nicht. Im Nebel kann geschehen, was man bei klaren Sichtverhältnissen nicht oder anders kontrolliert tun würde. Der Nebel birgt ein Paradoxon: Im Eingehülltsein liegt die Möglichkeit der Offenbarung. Im Nebel liegt mehr Phantasie als bei Klarsicht. Im Nebel eingebettet, liegt neben der gespannten Wachsamkeit auch das Vertrauen in die ureigene Wahrnehmung und den Instinkt. Dass Nebel im Deutschen rückwärts gelesen Leben ergibt, ist eine spannende Koinzidenz.
D E R W A R S T
Seit 2000 macht Simon Schäfer unter dem Namen "der Warst" Musik mit einem Laboratorium aus modifizierten elektronischen Instrumenten, Effektgeräten und Kinderspielzeugen. Diese Geräte wurden nach einem Verfahren, das sich "circuit-bending" nennt, umgebaut. Hierbei werden interne Datenleitungen über neu hinzugefügte Tasten, Schalter und Regler während des Betriebs kurzgeschlossen. Dies ermöglicht weitreichende, semi-chaotische Eingriffe in die erzeugten Signale und ein breites Spektrum an musikalischen Verwendungen. Im Jahr 2007 erweiterte sich das Projekt um bildgebende und -verarbeitende Hardware wie Super Nintendos, Videomischpulte und ähnliches, welche auf dieselbe Art bearbeitet wurden. Von 2003-2006 bestritt Schäfer eine monatliche Veranstaltung im Offenbacher Club Rotari, die sich "Noiselounge" nannte. Die Besonderheit hierbei war, dass er den kompletten Abend über die Musik live improvisierte. Die Beschaffenheit seiner Instrumente ermöglichte es ihm, sich jedes mal aufs Neue auf eine Forschungsreise zu begeben, die ein weites Feld zwischen melodiösen Passagen und ohrenbetäubendem Lärm abdeckte. Durch die Zeitspannen von bis zu 5 Stunden konnte er zudem mit anderen musikalischen Strukturen experimentieren als bei einem 45-minütigen Konzert. Für die Ostrale wird er dieses Konzept wieder aufgreifen, allerdings in deutlich erweiterter Form: Zunächst in zeitlicher Hinsicht - die Performance wird sich über 72 Stunden erstrecken. Zusätzlich zur Musik werden auch Visuals live erzeugt. Es entsteht ein Film, von dem jeder einzelne Zuschauer nur seinen persönlichen Bruchteil mitbekommt, weil er in seiner Gänze nicht (oder nur sehr schwer) erfassbar ist.
M A R T I N S O M M E R
Ein Poet zurückgezogen in seine Bücherwelten auf der Suche nach dem kreativen Prozeß, sucht, erzählt, spricht, philosophiert mit sich mit dir?? Tanzt zwischen Bühne und Publikum, solistische Glanzleistung.
A R T I S A R
Bass Borderline SynDrones
Artisar zelebrieren die ambivalente Wirkung und Wahrnehmung tieffrequenter Bassläufe auf das Gehör und vielmehr auf den gesamten Körper, denn diese Frequenzgänge werden bei einem entsprechenden Schalldruck, der mittels einer speziellen Anlage im Performance-Raum der OSTRALE erzeugt wird, mit der gesamten Körperoberfläche „gehört“. Je nach persönlichem Empfinden wird dabei der Bass-Sound als angenehm oder bedrückend oder oft beides gleichzeitig wahrgenommen. Darauf spielt der Titel an, wie auf den Paralleleinsatz von zwei spezifischen Bass-Modulen mit dem kuriosen Namen „du hast“. Die seltenen, von einer russischen Firma gebauten Komponenten erzeugen ganz besonders knarzige Bass-Sounds, wie sie etwa bei Rammstein, John Zorn, Sunn O u. a. zum Einsatz kommen. Zum Klangverlauf wird eine oszillographische Projektion gezeigt, welche die Amplitude der Frequenzgänge von der unhörbaren nur körperlich wahrnehmbaren Bass-Zone bis zu den höher exaltierten Drones der finalen Gitarreneskapaden visuell veranschaulicht.
D U O D E Z I M
Zwei Musiker - zehn Saiten. Als DuoDezim widmen sich Stefan Jaenicke (Gitarre) und Diethard Krause (Violoncello) der Komposition eigener Musik, deren Stil sie als "Kammer-Weltmusik" bezeichnen. Stefan Jaenicke absolviert z.Zt. ein Studium "Gitarre Weltmusik" und "JazzRockPop" an der HfM Dresden. Diethard Krause legte an derselben Hochschule gerade sein Diplom ab und absolviert nun ein Konzertexamen an der HMT Rostock.
T A R E N T A T E C
Transparent emotional organic noise minus rock
Aus hypnotischen Sessions enstand ein Sammelsurium unterschiedlicher Songstrukturen mit Elementen aus Postrock, Noise, Stoner, Elektronika und Jazz, zwischen Breitwandsound und Minimalismus, zwischen instrumentalen Kurzgeschichten und Rock'n'Roll, zwischen Momentaufnahme und Dampfwalze, neue Wege innerhalb der Rockmusik werden gesucht.
I R I S S P U T H & M I C H A E L V O R F E L D
Geheimnisvoll wird ein Spalt geöffnet zum Laboratorium: Im Farbrausch der Lichter werden Schlaglichter an Wände geworfen, die Performer werden zu Hüllen längst vergessener Phantasien. Diese Grenzüberschreiter sind beide fasziniert von in Lumen umgesetzten elektrischen Strömen und Auswirkungen von Schlagrhythmen auf den menschlichen Körper. Lauschend einer Erzählung aus Tanz, Licht und Schlagschatten, mal fragmentarisch, dann doch überleitend, verbinden die dichten Beats der Perkussion die feingliedrigen, den Raum greifenden Bewegungsabläufe der Tänzerin. Besucher werden entführt in eine Traumwelt, die anderes vergessen lässt ...
Die Tänzerin Iris Sputh und der Perkussionist / Lichtperformer Michael Vorfeld bewegen sich seit Jahren in experimentellen Bereichen ihrer Genres. Seit 2004 haben sie diesen PerformanceAbend entwickelt, der sich stets in neuen Räumen wandelt; ein immer währendes Spiel mit den gegebenen Möglichkeiten. Der Umgang mit dem Raum ist beiden Künstlern wichtig. In dieser Performance benutzt Michael Vorfeld ein weit gefächertes Sortiment unterschiedlicher Lichtquellen wie Projektoren, Glühlampen, Leuchtstoffröhren, Neonlicht, Taschenlampen, Leuchtkästen etc. Die elektrischen Impulse werden musikalisch benutzt und mit einem selbst entworfenem Saiteninstrument und Perkussionsinstrumenten ergänzt. Die Führung und Setzung des Lichts geschieht weitgehend manuell und ist stets einsehbarer und nachvollziehbarer Bestandteil der Performance. Es entstehen unterschiedliche Licht Situationen, die die räumliche Wahrnehmung und die atmosphärische Wirkung immer wieder neu definieren. Innerhalb dieser, sich ständig neu generierenden Räume, bewegt sich Iris Sputh mit ihrem tänzerischen sehr eigenen Bewegungsduktus und entlockt Diesen zusätzliche Ebenen des Kryptischen oder architektonisch Figurativen. Ein Spiel mit sehbaren Fragmenten des Körpers und getanzten Raumlinien. Gegenseitig beeinflussen sich die Akteure in der Wahl ihrer Mittel. Mal rhythmisch dicht und bewegungsdynamisch, mal fast nur ein Rest von Klang und Stille.
L A P A N C H I N A
Der Genuss des "Rumhängens" kann auch zur süßen Qual werden, von der man sich schwer lossagen kann. Unbemerkt vergeht die Zeit und man sagt sich: " I hang around for another round". Drei Tänzerinnen sind wie Kokons mit einer Parkbank verbunden. In ihrem Ich verwoben, beginnen sie, sich hinaus in die Welt zu werfen. Ihre Haut – wie elastischer Stoff - hält sie jedoch in Kontakt mit ihrem Ausgangspunkt, zieht sie zurück, lässt sie wieder und wieder versuchen, sich zu befreien.
G U A L A C E O
Faszination im Geiste einer Welt - Musik, die zum Tanzen und Lauschen bedingungslos verführt. Ein ganz eigener Zauber erfasst die Menschen bei der Musik von GUALACEO. Leidenschaft, Rhythmus und Melancholie wirken suggestiv und unmittelbar. Die deutsch - galizische Sängerin Eleonora Gehrisch, deren intensive Stimme an eine Roma - Sängerin erinnert, weiß um die Brücke zwischen den Kulturen. Zentral stehen Georg Wieland Wagners Kompositionen nach Texten des peruanischen Poeten César Vallejo. Lange Reisen durch den Subkontinent, sowie die intensive Beschäftigung mit indo-amerikanischer Literatur haben ihn eine kongeniale musikalische Sprache finden lassen. Erweitert wird das Programm durch Songs, die im Arrangement von GUALACEO die ORTE UNSERER ERDE zum Klingen bringen. In spanischer, zapotekischer, französischer, englischer, hebräischer, türkischer und Sprache läßt die Sängerin ihrem Temperament freien Lauf. Begleitet wird sie von dem Jenaer Percussionisten Kay Kalytta, dem Dresdner Georg Wieland Wagner - an Marimba und Piano - sowie Udo Hemmann aus Weimar, der an Baß, Gitarre und als Sänger gleichermaßen zu begeistern weiß.
R A I N E R K Ö N I G & K A T J A L A N G N Ä S E
Eine nonverbale Geschichte mit dem Pantomimen Rainer König und Katja Langnäse. Als flotte Schmetterlinge, behäbige Raupen und Schneckenpärchen verknoten, paaren, tanzen und berauschen sie sich miteinander. Katja Langnäse spielt mit Temperament, Leidenschaft und Ironie Verführerinnen und Verführte, Verruchte und Sitzengelassene.
A L E X A N D R A W E G B A H N
Mit dem dritten Teil des Zyklus „werden - sein – vergehen“ findet die Raumarbeit „Kopfschutz“ ihren Abschluss. Durch Entfernen der Papierkuben aus der Rinderhalle wird bewusst in den Ausstellungsbetrieb eingegriffen. In einer Prozession werden die Papierteile zum Open Air Gelände vor dem Sozialtrakt gebracht, um dort rituell entzündet zu werden.
In den letzten Stunden vor Ende der Ostrale wird die Künstlerin in den Ausstellungsbetrieb eingreifen, um die beiden Papierkuben ihrer Arbeit „Kopfschutz“ aus der Ausstellungshalle mit Hilfe vieler Mitwirkender zu entfernen, zusammenfalten, auf den Parkplatz vor dem Haupteingang zu tragen, auseinanderzufalten und zu positionieren, mit farbiger Brennpaste in selbst erdachten Formen zu bestreichen und dann zu entzünden.
Die Raumcollage „Kopfschutz“ wird durch die einzelnen Phasen zum Zyklus mit Betonung auf den temporären Aspekt. Im Prozess der Verwandlung wird die Arbeit würdevoll behandelt, indem sie wie in einer Zeremonie getragen, platziert, vorbereitet und dem Feuer übergeben wird. Sie liefert noch einmal Bilder um dann in ihrer Transformation materiell reduzierter zu werden.

Kin.OSTRALE - die OSTRALE'09 zu Gast im Programmkino Ost
Zum ersten Mal findet eine OSTRALE-Veranstaltung außerhalb des Ostrageheges statt - in Zusammenarbeit mit der Striesener Kino-Institution PK Ost wird am Mittwoch ein Kunstfilmabend präsentiert. Das zweistündige Programm vereint vier Filme, welche von deutschen, amerikanischen, ungarischen und italienischen Filmemachern stammen. Der Film RONG XIANG des in New York lebenden Künstlers Caspar Stracke ist eine Arbeit über Le Corbusiers Kapelle Notre Dame Du Hautin in Ronchamp, Frankreich, und seine originalgetreue Replik in Zhengzhou in der Provinz Henan in Ostchina. Die Ronchamp Replik in Zhengzhou wurde zu einer Legende, war jedoch nur kurzlebig: 1994 errichtet, wurde sie in 2006 nach einem dreijährigen Disput mit der "Fondation Le Corbusier" zerstört.
Der Dresdner Fotograf Lothar Sprenger hat zusammen mit dem Maler Reinhard Sandner eine poetische Filmreise durch eine Landschaft gemacht, die noch lebhafte Spuren des Braunkohleabbaus trägt. Der Film "Rauchzeichen" ist auch eine Erkundung von Sinnlichkeit und Würde alter Gemäuer. Wortlos und bildgewaltig erzählen Sandner und Sprenger von Menschen, verwehtem Ruß und einer Landschaft, die es so nicht mehr gibt. Der Film entstand zwischen 1994 und 1997. Als er geschnitten wurde, begann man mit den Einebnungen und Sprengungen.
Der Film "MUTO" des italienischen Künstlers BLU ist auf Dresdner Leinwänden schon kein Unbekannter mehr: Beim diesjährigen Filmfest gewann er den Goldenen Reiter in der Kategorie Animationsfilm. Auch nach mehrmaligem Sehen beeindruckt immer wieder, wie BLU mithilfe von Farbe auf haushohen Fassaden einen kompletten Animationsfilm realisiert - zudem ist der Streifen ein augefallenes Beispiel für die Vielseitigkeit von Streetart, welche ja bei der OSTRALE'09 durch mehrere Künstler vertreten wird.
Als letzter Film läuft "Einmal Hunne immer Hunne" des ungarischen Künstlers József Szolnoki, hergestellt in Kooperation mit Katharina Roters. Der Film geht den Fragen nach: Was ist das Hunnen-Virus? Wer sind die Hobby-Hunnen, und was wollen sie von uns? Wir erleben eine skurrile Forschungsreise auf den Spuren von Hunnenkönig Attila, seinen Getreuen und seinen Nachfolgern. Gezeigt werden Beobachtungen und Begegnungen zwischen Budapester Kultstätten und Kölner Karneval - manchmal aberwitzig, manchmal schaurig, in jedem Fall aber erstaunlich.
Kin.OSTRALE: Mittwoch, 2. September, 20 Uhr, Programmkino Ost, Schandauer Str. 73
"Rong Xiang" (8:34) von Caspar Stracke (D/USA)
"RAUCHZEICHEN" (35:00) von Lothar Sprenger und Reinhard Sandner (D)
"MUTO" (7:30) von BLU (IT)
"Einmal Hunne immer Hunne" (51:00) von Jozsef Szolnoki (HUN)

Am heutigen Wahl-Sonntag nutzte Dresdens Oberbürgermeisterin Helma Orosz die Zeit nach der Stimmabgabe, um bei strahlendem Sonnenschein einen Rundgang durch die Kunstausstellung OSTRALE'09 im Dresdner Ostragehege zu machen. Begleitet wurde sie von Kulturbürgermeister Dr. Ralf Lunau sowie von den Initiatoren der OSTRALE, Andrea Hilger (künstlerische Leitung) und Torsten Rommel (Geschäftsführung). Die OSTRALE'09 besetzt zehn Gebäude des 100-jährigen Großschlachthofes mit aktueller Kunst von 135 Künstlern und Künstlergruppen aus 23 Ländern. Angesichts der Dimensionen dieser Ausstellung konnte der einstündige Rundgang nur einen Überblick vermitteln. Interessiert ließ sich die Oberbürgermeisterin die ausgestellten Werke in den "Futterställen" und in der "Rinderhalle" erläutern und zeigte sich beeindruckt vom Umfang der OSTRALE. Ein weiteres Gesprächsthema war die geplante weitere Entwicklung des OSTRALE-Zentrums für zeitgenössische Kunst. Die OSTRALE'09 läuft noch bis zum 6. September 2009. Zusätzlich zur Ausstellung finden im Rahmen der OSTRALE.xtra zahlreiche Events der Bereiche Performance, Livemusik, Tanz, Live-Literatur, Live-Malerei, Film u.a.m. statt. Dieses Programm wird von weiteren 100 Künstlern gestaltet.

Performance Anna Konjetzky
Hier das Veranstaltungsprogramm der OSTRALE'09 für das bevorstehende Wochenende! Ausführliche Beschreibungen zu ausgewählten Events weiter unten..
FREITAG, 28.8.2009
20 Uhr - Segler im Gebirge - Tobias Herzz Hallbauer - Video-Klang-Musik-Kollage zum Thema Caspar David Friedrich
22 Uhr - UNSICHERHEIT und Kommunikationsinstallation - Tanzimprovisation - Der alte englische Choreograph Andy Davenport trifft auf den jungen Tänzer Leopold Müller. Der eine am Ende seiner Kariere, der andere vielleicht am Beginn...
22 Uhr - Best of ZEBRA 2008 - Gedichtverfilmungen - Thomas Zandegiacomo del Bel präsentiert die besten Wettbewerbsfilme des ZEBRA Poesiefilmfestivals Berlin aus dem Jahr 2008
23 Uhr - tanzbar - DJ Albrecht Wassersleben & The Moroders - House / Disco
SAMSTAG, 29.8.2009
20 Uhr - Marek Choloniewski & Olga Szwajgier - Audiovisuelle Performance mit zeitgenössischer Musik und elektronischen Klängen
21 Uhr - Nichts, was dazwischen ist - Julia Vitalis - Tanzperformance
22 Uhr - Don't touch - Anna Konjetzky & Company - Tanzinstallation über die Verwebung der real anwesenden dreidimensionalen Körper der Tänzer, bewegte, zweidimensionale Projektion und die vermeintlich statischen Körper in den Fotografien von Alvin Booth.
ab 23 Uhr - tanzbar - DJ Team hsl! - House / Minimal / Electro
SONNTAG, 30.8.2009
ab 5 Uhr früh bis nachmittags - Frühstückssalon - Brunchen in der OSTRALE
ab 11 Uhr - live: Flimmerfrühstück - Konzert - Jazz & Pop wird in ungewöhnlich erstaunlicher Weise mit deutschen Texten kombiniert
16 Uhr - Don't touch - Anna Konjetzky & Company - Tanzinstallation über die Verwebung der real anwesenden dreidimensionalen Körper der Tänzer, bewegte, zweidimensionale Projektion und die vermeintlich statischen Körper in den Fotografien von Alvin Booth.
Anna Konjetzky
Anna Konjetzkys Don?t touch ist eine Installation. Es ist der Körper, der ausgestellt wird, mit und durch den Bilder kreiert werden. Bilder, bei denen der Betrachter verweilen, an denen er vorübergehen kann. Körperbilder in verschiedenen Konstruktionen und Zuständen: Die Verwebung der real anwesenden dreidimensionalen Körper der Tänzer, bewegte, zweidimensionale Projektion und die vermeintlich statischen Körper in den Fotografien von Alvin Booth.
In dem leeren Heuboden OST ist jedem der Tänzer ein Platz, ein sehr begrenzter und beengter Raum, zugewiesen. Die Körper hängen an Seilen von der Decke, sind in Zellophanpapier aufgehängt, in einem Scherbenkreis gefangen, an eine Platte gebunden. Sie sind ebenso in ihrem Rahmen gefesselt, wie die Körper in den ausgestellten Fotografien von Alvin Booth.
Doch es bleibt genug Raum für das Publikum, das sich frei in der Halle bewegen kann von einem ?Bild? zum nächsten; allenfalls geführt durch eine Lichtdramaturgie, die Akzente und Fokusse setzt, den einzelnen Tänzer und seine Bewegungen aus der Masse heraushebt, den Rhythmus der Aufmerksamkeit bestimmt und neue Bilder und Blickwinkel ermöglicht.
Julia Vitalis
Eine Gruppe von Menschen befindet sich in einem eingezäunten Quadrat. Es ist verboten, die Absperrung zu übertreten, aber die Folgen sind unklar... So beginnt ein dreistufiges Grundszenario von Kontrolle und den verschiedenen Möglichkeiten des Individuums sich dazu zu verhalten. Kann ein zu Selbstständigkeit fähiger Mensch sich den Luxus leisten, sich einmal gehen zu lassen und anzupassen? Eine Performance von Julia Vitalis über subversives Experimentieren und Konsequenz in einer immer enger werdenden sozialen Spirale. Hintergrund: Thema der Performance sind gesellschaftliche und ideologische Rahmenbedingungen, die nicht an menschlichen Bedürfnissen orientiert sind sowie die Bereitschaft des Individuums, sich diesen anzupassen bzw. zu unterwerfen und sich somit zum Kollaborateur seiner eigenen Unterdrückung zu machen. Letztendlich geht es also um die alte Frage von Anpassung und Konditionierung auf der einen und die Möglichkeit der Revolte und Selbstbefreiung auf der anderen Seite, wobei das Lachen als ur-anarchistische Methode mehrfach rezipiert wird. Handlungen und Ton stehen häufig im Widerspruch, bilden aber über die vier Teile hinweg immer wieder Verknüpfungspunkte.
Flimmerfrühstück
Jazz & Pop In ungewöhnlich erstaunlicher Weise mit deutschen Texten kombiniert: Das ist Flimmerfrühstück. Ungewöhnlich sind vor allem die in charmanter Art vorgetragen bissig witzigen Texte, die durch ihre Leichtigkeit an Elemente des Pops erinnern. Das Erstaunliche daran ist, dass auch ernsthafte Inhalte ihren Eingang in die Texte finden, ohne dabei schwermütig zu wirken, sondern das Publikum eher erheitern und mit einem guten Gefühl aus den Konzerten entlassen. Auftritte von Flimmerfrühstück zeichnen sich durch eine einheitliche, authentische und sympathische Performance der Band aus. Was auf der Bühne zu Einheit findet, wird getragen von der Unterschiedlichkeit der Musiker. Da ist Mark, der im Bebop zu Hause ist, Lothar, der Sänger und Liedermacher, Karl, der Beat und französische Chansons liebt und Eva, die sich durch den Swing der Leipziger Big Bands trommelt.
Tobias Herzz Hallbauer
Die Pfeiler der tatsächlichen HERZZKunst sind Text, Klang und Bild, und in den tatsächlichen HERZZKunst-Arbeiten finden sich alle drei Ebenen. Dabei stehen die drei Bereiche stellvertretend für Denken, Hören und Sehen - und somit für drei Ebenen, die primär die permanente Wahrnehmung von uns selbst und des uns Umgebenden ausmachen.
Natürlich hinterfragt die HERZZKunst die kausalen Zusammenhänge dieser drei Ebenen - trennt sie, betont, beleuchtet einzelne davon, hinterfragt Wechselwirkungen, beobachtet intensiv sowohl Innen- als auch Aussenwelt, um sich auf künstlerischem Weg all dem zu nähern, was in den Zwischenräumen liegt und unsere Realität genauso bestimmt, wie das gewohnte Zusammenspiel dieser Bestandteile. Es geht der HERZZKunst also um einen genaueren Blick auf eine Realität, die weit mehr ist als das, was wir üblicherweise mit diesem Begriff verbinden.
Formal ergeben sich daraus die unterschiedlichsten Präsentationsmöglichkeiten: Text kann gesprochen, geschrieben, projiziert sein, er wird zum Bild oder zum Klang; Klang kann Atmosphäre, Musik, Sprache sein, kann mit unterschiedlichem Instrumentarium live gespielt oder Soundtrack sein; das Bild kann Fotografie, Collage, Agieren auf einer Bühne, Aquarell, Film, gedruckter Text sein - und dies immer in den verschiedensten Kombinationsmöglichkeiten. Dabei arbeitet die HERZZKunst immer nur mit dem, was zur Verfügung steht, bzw. mit dem, was sich ergibt. Und in der HERZZKunst ergibt sich immer etwas, das liegt in der Natur der Sache? der Natur.
unsicherheit und kommunikationsinstallation
Für das letzte Tanzstück seines Lebens besucht der englische Choreograph und Tänzer Andy ein weiteres Mal Dresden. Hier trifft er auf den jungen Leopold Müller, der nach 6 Jahre die Palucca-Schule abbrechen musste, den Tanz jedoch immer noch liebt.
Beide kommen zusammen und zeigen ein Stück Improvisation.
Unsicherheit ist Thema. Für den einen am Ende seiner Karriere als freier Künstler im Rückblick stets präsent, ist Unsicherheit für den anderen bei seinem ersten eigenen Bühnenstück im Vorblick auf das Kommende beängstigend und als Gefühl der Jugend wichtig und schwierig.
Ängste, Sorgen und Gefühle verarbeiten die Zwei in einem emotionalen Tanzstück, das sie gemeinsam entwickeln.

Performance Julia Vitalis

Hier zwei Links zu Aufnahmen des Künstlers Ralf Menzel (f L y r.m.) von seiner Arbeit "archivum `09" - zu sehen in der Direktorenvilla im Keller - noch bis zum 6.9.!
Fotos von der Arbeit
Fotos aus der Zeit der Vorbereitung
Am kommenden Wochenende ist zusätzlich zur Ausstellung wieder ein OSTRALE.xtra-Programm geboten:
Freitag, 21. August
18:00 Secret Wars Germany Alien + Oldguy und Gäste // Live Malerei // open air
20:00 Lubit // Kunst Kombinat Kalaschnikow // Installation // sozialtrakt performanceraum
22:00 Flutronic // Maik Mesch, Grit Leiteritz // Konzert // sozialtrakt foyer
ab 23:00 tanzbar // DJ e.a.s.t. & DJ T. LOW ROCK // Party // open air
Samstag, 22. August
20-24:00 European-Tele-Plateaus TMA // Installationsmodus // sozialtrakt VA1
20:00 European-Tele-Plateaus TMA // Performancemodus // sozialtrakt VA1
20:00 Lubit // Kunst Kombinat Kalaschnikow // Installation // sozialtrakt performanceraum
ab 22:00 Wandel // Circus Mirage, Jens Vetter, Jacob Korn, bustle // Show // sozialtrakt VA1
23:00 schwebende Zeit // steel Celli Konzert mit Jan Heinke, Alexander Fülle, Michael Antoni, Peter Andreas // open air
ab 24:00 tanzbar // Party // sozialtrakt VA1
Sonntag, 23. August
ab 11:00 Der Blumenstrauß im Tabakladen // Blue Honky Tonk // Early Jazz // sozialtrakt foyer
ab 12:00 European-Tele-Plateaus // Interaktive Installation // sozialtrakt VA1
16, 18:00 Poem Crossing // Literatur-Performance // futterställe

Trans-Media-Akademie: European Tele-Plateaus
langsam wächst hier alles zusammen, aus einzelnen namen, daten, fakten, bildern werden echte geschichten, gesichter, kunstwerke... am ende wird alles ein großes ganzes bilden, das die OSTRALE'09 ist.
+ + + noch 5 tage + + +
das künstlercamp ist voll, die tage gehören der arbeit an den werken, die abende stehen im zeichen von geselligkeit und austausch. für uns ist es toll zu sehen, wie das alles anfängt wahr zu werden, was wir bisher nur in unseren köpfen mit uns herum getragen haben.
viel arbeit, alle geben ihr bestes, immer mehr mitglieder des ostrale-teams fahren immer seltener abends nach hause. wichtige stationen sind schon gemeistert: das programmheft ist im druck, die Künstlerliste ist veröffentlicht, das veranstaltungsprogramm OSTRALE.xtra steht. die nächsten großen schritte stehen ins haus: aufbau der tempelillusion ab dienstag, pressekonferenz und presserundgang am mittwoch, und dann am freitag ist schon eröffnung!!
Eröffnungsprogramm:
Programm
19.00 Eröffnung
19.20 – 24.00 Öffnung der Ausstellungsräume
20.00 – 23.00 „Gallery of Broken Dreams“ (artscenico, D)
20.00 – 24.00 ZEBRA – poetische Kurzfilme (Literaturwerkstatt Berlin, D)
20.00/22.00/24.00 AVE BACH - Konzertinstallation (Formation Weisser Rausch, D)
21.00 – 21.45 ORAL EAR HEARING - Soloimprovisation mit Cello und Stimme (Roland Graeter, D)
22.00 MINDPIERCING - Konzert (Incite!, D)
ab 23.00 Uhr tanzbar