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Das Chianti Classico Gebiet

Montag, 12.Dez 11:43

Zweifellos ist der Chianti der bekannteste Wein der Toskana, wenn nicht ganz Italiens und man kann ihn zweifellos als Rückgrat der toskanischen Weinwirtschaft bezeichnen. Es ist nicht nur der altehrwürdige Name, von dem eine große Faszination ausgeht, sondern auch die Landschaft, in der die Sangiovese-Trauben wachsen, aus welchen der Chianti gekeltert wird.

Wie eine Filmkulisse wirkt die Hügellandschaft zwischen Siena und Florenz, welche, dank der meisterhaften Arbeit begabter Landschaftsarchitekten, bereits während der Renaissance ihr heutiges Aussehen erhielt: die mit Zypressen gesäumten Landstraßen, welche sich um mit Olivenbäumen und Rebstöcken bepflanzte Hügel winden - Landschaftsbilder, die jeder kennt und unmittelbar mit dem Begriff Toskana assoziiert.

"Chianti" war angeblich der Name einer etruskischen Familie, die in der Gegend um Radda residierte und wird als Bezeichnung für einen Wein erstmals im Jahr 1404 urkundlich erwähnt: Ein Kaufmann aus Prato erwarb in Vignamaggio eine größere Menge Weißwein, der auf dem Kaufvertrag als Chianti-Wein deklariert wurde. Jedoch wurden wahrscheinlich alle Weine, rot und weiß, nach ihrem Ursprung, dem Chianti-Gebiet um Radda, Gaiole und Castellina (heute Teil der südlichen Gemarkung des Chianti Classico-Gebietes) so bezeichnet. Die wachsende Beliebtheit dieser Weine sorgten dafür, dass auch in den weiter nördlich gelegenen Ländereien um Greve und San Casciano Weinberge angelegt wurden, wobei natürlich auch in anderen Gegenden der Toskana schon damals reger Weinbau betrieben wurde.

Die Gemarkung heute

Heute ist der Bereich für die Produktion von Chianti-Weinen durch die Appellations-Gesetzgebung DOC genauestens geregelt. Dessen Kerngebiet ist zweifellos das Chianti-Classico, welches sich an der historischen Gemarkung zwischen Florenz und Siena orientiert, dazu gehören die Gemeinden Greve in Chianti, Panzano, San Casciano Val di Pesa, Barberino Val d'Elsa, Radda in Chianti, Gaiole in Chianti, Castellina in Chianti und Castelnuovo Berardenga.

Alle anderen Weine mit der Bezeichnung "Chianti DOCG" stammen aus weiteren Unterregionen, welche nicht den Zusatz "Classico" tragen dürfen, sondern eine ebenfalls gesetzlich vorgeschriebene Ursprungsbezeichnung. Diese wären Colli Aretini (das Umland von Arezzo), Colli Fiorentini (das Gebiet südwestlich von Florenz innerhalb dessen Provinz), Colli Senesi (das Umland von Siena), Colline Pisane (das Umland von Pisa), Montalbano (bei Prato) und Rufina (nördlich von Florenz).

Zweifellos kommen nach wie vor die meisten Spitzenerzeugnisse aus der berühmtesten Appellation, dem Chianti Classico, auch wenn sich in den anderen Unterregionen vieles verbessert hat und auch dort ambitionierte Winzer gute Arbeit leisten. Gerade das Chianti Rufina-Gebiet ist für solide und langlebige Weine bekannt. Jedoch waren es Weinbauern im Chianti Classico, die auch während der größten Misere des Chianti in den 1960er und 1970er Jahren, an das Potenzial ihrer Weine glaubten, sich an strengen Qualitäts-Kriterien orientierten und nicht, wie in den Chianti-Unterzonen, billige Massenweine produzierten. Leider gab es damals auch im Chianti Classico-Gebiet nicht viele, die wirklich gutes Material produzierten - aber immerhin gab es sie und letztendlich haben diese Winzer den Verdienst, für eine Renaissance der Chianti-Weine gesorgt zu haben, ja sie letztendlich ermöglichten.

Gallo Nero


Keinesfalls darf man den schwarzen Hahn (Gallo Nero), der auf dem Hals vieler Chianti Classico-Weine prangt, mit der Herkunftsbezeichnung verwechseln. Das "Consorzio Gallo Nero" ist eine Vereinigung privater Winzer, welche sich vorwiegend der Promotion und dem Ansehen der Region sowie der Weine widmet. Der Umstand, dass viele Konsumenten "Chianti Classico" und "Gallo Nero" gleichsetzen, spricht für die gute Arbeit, welche die Vereinigung leistet. Doch sind es gerade die berühmtesten Produzenten wie etwa Antinori und Ricasoli, die sich dem Konsortium verweigern.

Chianti Classico DOCG

Die DOCG-Bestimmungen schreiben einen Mindestanteil an Sangiovese-Trauben von 80% vor, auch ein reinsortiger Ausbau ist möglich und durchaus üblich. Weitere rote Traubensorten, die bis zu 20% der Flüssigkeit ausmachen dürfen, sind meist Canaiolo Nero, Cabernet Sauvignon, Merlot und Syrah. Der bis ins Jahr 1992 übliche Verschnitt mit den weißen Sorten Trebbiano und Malvasia ist heute gottlob verboten.
Der zulässige Höchstertrag pro Pflanze beträgt 3 kg, das ergibt pro Hektar 7.500 kg (entspricht etwa einer Gesamtmenge von 52,5 Hektoliter). Der Alkoholgehalt muss mindestens 12% betragen, die Restsüße maximal 4 Gramm pro Liter. Für die sogenannte Riserva gilt respektive 12,5% Alkoholvolumen sowie eine Reifezeit von 24 Monaten. Die Faßreife als solche ist ebenfalls vorgeschrieben, allerdings nicht deren Länge. Der Wein muss jedoch, bevor er in den Handel gelangt, mindestens drei Monate in der Flasche reifen.

Der Chianti Classico in der Gegenwart

Meist werden Chianti-Weine, ob Jahrgangs-Variante oder Riserva, einige Zeit im Fass gelagert, die Jahrgangs-Varianten in der Regel sechs bis neun Monate, die Riserva zwischen 12 und 18 Monaten. Dabei ist es dem Winzer überlassen, ob er nach alter Väter Sitte große, meist ältere Holzfässer verwendet oder moderne Barriques, d.h. maximal drei Jahre alte Eichenfässer mit 225 Litern Volumen. Oder eine Mischung aus beidem.
Es ist vielmehr eine Frage der Philosophie. Wünscht der Weinbauer einen Wein, der weniger vom Holz als vielmehr von den Eigenschaften der Sangiovese-Traube charakterisiert wird, wählt er wohl die erste Variante. Das gilt übrigens für die meisten Jahrgangs-Chianti-Weine, welche einige Monate im großen Holzfass lagern. Eine Reifung in Barriques, die den Geschmack eines Weines stark beeinflussen, ist in der Regel den strukturierteren Riservas vorbehalten. Man kann jedoch davon ausgehen, dass fast alle Winzer, die große und berühmte Weine produzieren, mit Barriques arbeiten. Deren sachkundige Verwendung und ein dosierter Einsatz ist eine Herausforderung für jeden Önologen, der nicht jeder gerecht wird.

Mit Grausen werden sich viele Weinexperten an die 1990er Jahre erinnern, damals schmeckten viele Chianti-Weine vornehmlich nach Marmelade, Vanille und Kakao anstatt nach der für den Sangiovese typische rote Beerenfrucht. Schuld an der Misere war auch so mancher Weinführer und Journalist, welcher diese Weine über den grünen Klee lobte. Das hatte zur Folge, dass viele Weinbauern diesem Beispiel nacheiferten und es gab nicht wenige Chianti Riserva, die nicht nach Toskana und dessen Terroir sondern eher wie ein Shiraz aus Australien oder ein Merlot aus Kalifornien schmeckten.
Vor einigen Jahren regte sich, vor allem von Seiten echter Wein-Enthusiasten, reger Widerstand gegen diese bedauerliche Entwicklung und es setzte ein Umdenken ein. Heute gibt es mehr gute, schöne Chianti-Weine denn je, das Preis-Leistungs-Verhältnis hat sich ebenfalls eingependelt. So findet man im Handel sehr gute Jahrgangs-Chiantis bereits ab 10 bis 12 Euro, eine ordentliche Riserva kostet selten mehr als 20 Euro, lediglich die Besten der Besten erreichen die 30 Euro Marke. Diese halten dann jedoch Vergleich mit großen Weinen aus der ganzen Welt stand.

Tignanello

Freitag, 18.Nov 10:13

Einer der ersten Super-Toskaner

Der vom Weingut Marchesi Antinori produzierte "Tignanello" ist nicht nur einer der besten, sondern gehört auch zu den berühmtesten Weinen der Toskana, wenn nicht ganz Italiens.

Die Antinori können auf über 600 Jahre Tradition als Weinproduzenten zurückblicken, da entspricht der gerade mal 40 Jahre alte "Tignanello" im Vergleich dem Alter eines Kleinkindes. Im Jahre 1971 kam der erste "Tignanello" als "Chianti Classico Riserva Vigneto Tignanello" auf den Markt. Dieser ist damals noch samt und sonders aus dem Traubenmaterial produziert worden, welches aus dem gleichnamigen Weinberg in San Casciano Val di Pesa gewonnen wurde.

Das Weingut in San Casciano ist das wichtigste Landgut der Antinoris, unmittelbar neben der Lage "Tignanello" befindet sich übrigens ein Weinberg namens "Solaia". Natürlich werden die heute über 300.000 Flaschen nicht mehr ausschließlich aus den Früchten des Vigneto Tignanello gewonnen, denn dieser ist gerade mal für ein paar tausend Flaschen ausreichend.

Mitte der 1970er Jahre nahmen dann der sardische Önologe Giacomo Tachis und die französische Weinlegende Emile Peynaud den Ausbau des Weines unter ihre Fittiche und ab 1975 war der "Tignanello" kein Chianti Classico mehr, da die neue Rezeptur Anteile von etwa 80% Sangiovese sowie 20% Cabernet Sauvignon enthielt. Von nun an nannte sich der "Tignanello" ganz simpel "Vino da Tavola", da das damalige Weindisziplinar keine andere Alternative zuließ. Seit dem Jahr 1998 ist der "Tignanello" ein IGT (Indicazione Geografica Tipica), das heißt soviel wie "Herkunft mit typischen Charakteristiken", was allerdings ebenfalls eher eine Allerwelts-Bezeichnung ist.

Heute gilt der "Tignanello" als Vater aller Supertoskaner, was allerdings nicht ganz richtig ist, denn vor ihm gab es beispielsweise schon den "Le Pergole Torte" von Montevertine, und noch älter ist der "Vigorello" von San Felice. Bestimmt aber ist der "Tignanello" mit Abstand der bekannteste "Supertuscan". Und man muss seinen Vätern Lob zollen, denn der "Tignanello" ist in fast jedem Jahrgang etwas ganz Besonderes!

Piemont - Land der Gaumenfreuden!

Montag, 24.Okt 10:27

Wein, Trüffel und Haselnüsse

Manche Spitzensportler haben es einfach gut - besonders die italienischen Sportler! Denn bei Großereignissen wie Olympiade oder Weltmeisterschaft steht eine große Zahl hervorragender Köche bereit, welche dafür sorgen, dass die italienischen Athleten nicht auf die gewohnten Köstlichkeiten aus ihrem Herkunftsland verzichten müssen. Gutes Essen soll ja bekanntlich Leib und Seele zusammenhalten.

Die Idee zu dieser Gruppe von Köchen, die sich "Casa Italia" nennt, hatte Carlo Zarri aus dem kleinen Örtchen Cortemilia. Dieser ist Betreiber zweier schöner Hotels mit angeschlossenen Gourmet-Restaurants an einem malerischen Fleckchen Erde: in den Langhe, dem kulinarischen Zentrum der Region Piemont. Carlo bekochte auch schon zahlreiche prominente Persönlichkeiten und er sieht sich selbstverständlich auch als ein stolzer Botschafter seiner Region, den Langhe.

Der Italiener Carlo Zarri ist ein sehr freundlicher und charismatischer Mensch, er überzeugt sowohl die Hotelgäste als auch die Besucher seines Restaurants von den gastronomischen und kulinarischen Erlebnissen der Langhe. Mit der Vereinigung "Casa Italia" sorgt er unter anderem dafür, dass die Küche Italiens und somit auch ein Teil der Kultur des Landes im Ausland bestens repräsentiert wird. Zudem ist es ihm zu verdanken, dass kulinarische Traditionen der Langhe und des gesamten Piemont neu belebt wurden, wie etwa die besonders aromatischen Haselnüsse in seinen Kreationen.

Burgen wachen über das Land


Die Langhe sind eine den meisten Menschen unbekannte, wunderschöne Hügellandschaft im Nordwesten Italiens. Sie werden in etwa von den Flüssen Bormida und Tanaro sowie vom Ligurischen Apennin begrenzt, eine genaue Festlegung gibt es jedoch nicht, da die Langhe keine offizielle Region sind. Die bekannteste Stadt der Langhe ist die Trüffelhochburg Alba.

Zahlreiche malerische Ortschaften und Burgen in Panoramalage wachen über die sanften Hügelketten mit ihren Weinbergen und Feldern. Bekannter sind jedoch andere Aspekte dieses Landstriches: Hier werden weltberühmte Rotweine wie Barolo, Barbaresco, Nebbiolo, Barbera und Dolcetto produziert.

Ein Festival für den weißen Trüffel

Die historische Stadt Alba ist der Hauptort der Langhe, deren Entstehung auf eine Ansiedlung in römischer Zeit zurückgeht. Die Stadt Alba erlebte ihre große Blütezeit im Mittelalter, was auch ihre beeindruckenden Gebäude belegen: Die typischen Geschlechtertürme, die pittoreske Altstadt sowie die belebten historischen Geschäftsstraßen sind wirklich einen Besuch wert. Wirklich bekannt ist die Stadt aber natürlich für eine kulinarische Köstlichkeit: den weißen Trüffel!

Dem aromatischen Knollenpilz wird hier jedes Jahr, begleitet von einem großen Rahmenprogramm, gehuldigt - und zwar auf der "Fiera Nazionale del Tartufo Bianco". Diese Trüffelmesse wird im Oktober in der Innenstadt von Alba mit Veranstaltungen und großem Trüffelmarkt gefeiert. Liebhaber der schmackhaften jedoch ausgesprochen kostspieligen Edelpilze kommen zu diesem Event aus aller Welt.

Rockstar Sting wird zum Weinbauern

Donnerstag, 15.Sep 12:08

Es läuft wohl alles perfekt beim britischen Musiker Sting: Gerade feiert er große Erfolge mit dem Comeback seiner Band "Police" und außerdem steht jetzt auch der erste Jahrgang seines selbst produzierten Weines in den Regalen!

Bereits im Jahre 1997 erwarb Sting das mitten in der Toskana zwischen Florenz und Arezzo gelegene Landgut "Il Palagio". Das beeindruckende Anwesen umfasst 200 Hektar Land, wobei die neu angepflanzten Weinberge nur einen kleinen Teil davon ausmachen - angeblich werden ca. 30.000 Flaschen pro Jahr produziert. Sollte der Rockstar auch höchste Qualitätsstandards bei der Bepflanzung der Weinberge angesetzt haben (man wird sehen…), so entspräche das einer Rebfläche von deutlich unter 10 Hektar.

Zunächst stehen zwei Rotweine zum Verkauf, ein "Chianti Colli Fiorentini" (das Weingut liegt außerhalb des Chianti Classico-Gebietes) sowie ein reinsortiger Sangiovese, der wohl ein "Supertoskaner" sein möchte. Verkauft wird der Wein unter anderem in einem kleinen, gutseigenen Hofladen nebst Olivenöl, Salami und Honig, alles ebenfalls selbst produziert. Außerdem können die Spezialitäten auch bei "Harrods" in London erstanden werden.

Alle Produkte entstehen nach biodynamischen Richtlinien, hier spielen auch Mondphasen bei der Weinzubereitung eine große Rolle. Dies ist wohl der Grund, weshalb der Chianti auf den Namen "Sister Moon" getauft wurde. Der Frankfurter Rundschau verriet Sting, der einen großen Teil des Jahres in der Toskana verbringt, dass er in seinen Weinkellern Musik machen würde - mit hoffentlich positiven Auswirkungen auf den vergorenen Traubensaft. Immerhin ist der Brite anscheinend ein echter Genießer, so zitiert ihn die italienische Tageszeitung "Corriere della Sera": "Wenn ich nicht gut esse, kann ich nicht singen!"

Ein Hauch von Hollywood am Comer See

Sonntag, 26.Jun 18:41

George Clooney und sein Domizil in Laglio
Comer See
Der Comer See, immerhin der drittgrößte See Italiens, steht seit einigen Jahren bei Besuchern und Urlaubern noch höher im Kurs - denn der US-Star George Clooney hat in der idyllischen Ortschaft Laglio eine Villa aus dem 19. Jahrhundert erworben. Aber natürlich ist der Comer See nicht erst seitdem eine äußerst beliebte und berühmte Feriendestination.

Dutzende (vorwiegend weibliche) Fans warten Tag für Tag vor den Toren der "Villa Oleandra", um einen Blick auf den Filmstar zu erhaschen - und hoffen auf einen kurzen persönlichen Kontakt oder gar auf ein Rendezvous... Seit George in Laglio einen seiner Sommersitz hat, haben im Ort ein Restaurant, drei Bars und ein Gästehaus eröffnet. Im Zuge der Beliebtheit dieser traumhaften Region Italiens sind auch die Preise für hochwertige Immobilien rund um den Comer See um fast 30 Prozent gestiegen. Und immer mehr Multimillionäre, Film- und Fußballstars zieht es an den Comer See.

In Laglio selbst ist der Ort und die ganze Umgebung vom Clooney-Fieber befallen - auch der Bürgermeister von Laglio träumt vom kleinen Yachthafen samt Segelschule, Bars und Restaurant, eben einem kleinen Saint-Tropez, nur in Italien!

Da hat sich der Filmschauspieler aber auch eines der schönsten Plätzchen ergattert: Das Anwesen der Villa wird sanft umspült von tiefblauem Wasser. Schwäne, Enten und Boote schaukeln im See. Eine üppige Flora und Fauna schmückt die Landsitze und Seegrundstücke. Etwas vom Ufer entfernt sind weitere prächtige alte Villen und Palazzi ehemaliger Adeliger aus dem 18. und 19. Jahrhundert verteilt. Dahinter baut sich eine grandiose Bergwelt auf - dieser Blick hat schon Postkartenidylle.

Klimatische Vorzüge des Comer Sees

Hinzu kommt das mediterrane, angenehme und mildes Klima, welches die Vegetation rund um den See üppig sprießen und blühen lässt. Die hohen Berge schützen den Lago di Como vor kalten Nordwinden und unter dem Einfluss dieses mediterranen Klimas beginnt schon im März alles zu blühen. Die Wassertemperaturen sind häufig bereits im Mai schon hoch genug, um im See zu baden. Aber auch der Herbst eignet sich ideal, um die Gegend zu erkunden: Tagsüber ist es noch angenehm warm, die Weinberge tragen reife Trauben und die Wälder sind voll von aromatischen Waldfrüchten und Pilzen.

Der Comer See ist auch während der Hochsaison nicht völlig überlaufen - oder nur an einzelnen Punkten. Rund um das Gewässer gibt es noch zahlreiche geheime Plätzchen mit ganz eigenem Charme - kein Wunder also, dass Stars und Sternchen magisch angezogen werden. Im Jahre 2004 wurde George Clooney Ehrenbürger von Laglio und daraufhin hat er dort zwei weitere Häuser gekauft.

Treffpunkt der Hollywood-Stars

"Sehen und Gesehen werden", lautet das Motto der Prominenz. So kamen und kommen außer Clooney noch weitere Promis wie etwa Madonna, Ursula Andress, Brad Pitt, Matt Damon, Julia Roberts und Catherina Zeta-Jones. Und so sind die Restaurants geschmückt mit den Bildern ihrer berühmten Besucher. Besonders das Restaurant "Il Gatto Nero", das oberhalb von Cenobbio in den Bergen liegt, ist ein beliebter Treffpunkt. Fausto, der Wirt des Lokales, hat sie alle schon mit seinen kulinarischen Köstlichenkeiten und dem sagenhaften Blick seiner Terrasse über den See verführt. Einschlägiger Beweis sind seine Fotoalben, die mittlerweile ganze Schränke füllen...

Weine aus den Florentiner Bergen und der Umgebung von Florenz

Freitag, 3.Jun 12:00

Historisch stellt das Umland von Florenz mit den Gemarkungen Carmignano, Pomino und Val d'Arno di Sopra drei der vier im Jahr 1716 gesetzlich benannten Weingebiete besonderer Güte (der vierte war das Chianti Gebiet). Heute bietet sich hier ein breites Spektrum an produzierten Weinen, das nicht nicht zuletzt durch das vorteilhafte Klima dieser Region begünstigt wird.

Chianti Colli Fiorentini DOCG

Bis vor wenigen Jahren wurden diese meist einfachen Weine fast ausschließlich offen verkauft, das heißt in sogenannten "Damigiane", großen, gläsernen Behältnissen. Vor allem die Stadtbevölkerung deckte sich für den täglichen Gebrauch für wenig Geld bei den Bauern auf dem Land ein, der Chianti Classico war ja um einiges teurer. In dem riesigen Gebiet, das insgesamt 15 Gemeindemarkierungen umfasst, wird vom Massenwein bis zum Qualitätsprodukt so ziemlich alles hergestellt. Nach wie vor liegt das Preisniveau deutlich unter dem des berühmten großen Bruders.

Chianti Montalbano DOCG

An den Hängen der Montalbano Berge bei Vinci und Carmignano werden fruchtige Chianti produziert. Berühmter für die Gegend sind die Weine der DOCG Carmignano.

Carmignano DOCG

Eines der ältesten Qualitätsweingebiete Italiens. Anscheinend wurden im 14. Jahrhundert schäumende Weine besonders geschätzt, denn bereits damals berichteten angesehene Kaufleute von den Weinen aus der Region und priesen den Carmignano als teures und prestigereichen Wein. Tatsächlich waren die Weine aus Carmignano lange Zeit berühmter und begehrter als der Chianti.
Die Besonderheit am Carmignano ist unter anderem auch ein historischer Irrtum. Während der Chianti vorwiegend aus der heimischen Traubensorte Sangiovese gewonnen wird, war seit dem 18. Jahrhundert die Traubensorte "Uva Francesca" ein wichtiger Bestandtteil des Weines. Erst im 20. Jahrhundert stellte sich heraus, dass es sich bei der geheimnisvollen Traubensorte um eine Variante des Cabernet Sauvignon handelt. Unbestritten ist jedoch, dass es sich bei den Rotweinen aus Carmignano um hochinteressante Produkte handelt, die zu Unrecht nur einem kleinen Experten-Publikum bekannt sind. Der "kleine Bruder" des Carmignano nennt sich "Barco Reale", der jünger und günstiger verkauft wird. Die Riserva des Carmignano muss, laut Disziplinar, zwei Jahre im Fass und ein Jahr in der Flasche ruhen, der normale Carmignano kommt bereits zwei Jahre nach der Lese auf den Markt.

Bianco dell'Empolese DOC & Bianco della Valdinievole DOC

Vor dem Kauf und Verzehr sei hier ausdrücklich gewarnt!

Chianti Rufina DOCG

Die Weine aus dem nördlichen Umland von Florenz genießen seit jeher einen guten Ruf. Besonders ihre Stärke, die Reichhaltigkeit an Konzentration und die Langlebigkeit machten die Rufina-Weine schon früh und zu Recht bekannt. Dies begünstigen die Bodenstruktur aus kalkreichem Sandboden, gepaart mit einem Mikroklima, das geradezu geschaffen ist für den Weinanbau: Die unteren Hänge des Apennin liegen geschützt, tagsüber ist das Klima warm, nachts kalt, was für die Entwicklung der Frucht und die Balance Säure- und Zuckergehalt sehr förderlich ist.

Pomino DOC

Die höchstgelegene Weinregion der Toskana bringt süffige Rot- und Weißweine aus dem gleichnamigen Weingut der Familie Frescobaldi hervor, welche sozusagen das Monopol auf die Weine dieser Appellation besitzt. Die weißen Pomino werden aus Pinot Bianco und Chardonnay gekeltert, die Roten enhalten, außer Sangiovese, auch Cabernet Sauvignon, Merlot und Pinot Noir.

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